"Demokratie unter Druck: Pädagogische Verantwortung in einer vielfältigen Gesellschaft"

01.09.2026 do 04.09.2026

Bildungszeit vom 01. bis 09. September 2026 für alle interessierten Auszubildende und Berufsschüler*innen aus dem pädagogischen und sozialen Bereich. Anmeldung ist jetzt möglich!

Teilnehmen können Jugendliche ab 16 Jahren. Auszubildende können die Seminare als Bildungszeit (früher Bildungsurlaub) beantragen. Wer mehr erfahren oder sich anmelden möchte, nimmt bitte Kontakt zu Bildungsreferent Marc Rüdiger auf: m.ruediger@kurt-loewenstein.de - Tel.: 033398-8999-25 - oder füllt das unten verlinkte Formular aus!

Worum geht es?

In dem Seminar „Demokratie unter Druck: Pädagogische Verantwortung in einer vielfältigen Gesellschaft" für angehende pädagogische Fachkräfte geht es um die Frage, wie demokratische Werte im pädagogischen Alltag nicht nur vermittelt, sondern vorgelebt werden können. Das Seminar verbindet die Reflexion der eigenen Haltung mit konkreten Handlungskompetenzen für eine diskriminierungsreflektierte und medienkritische Praxis.

Viele junge Menschen befinden sich am Beginn ihrer pädagogischen Ausbildung, ohne sich bereits intensiv mit der eigenen gesellschaftlichen Rolle auseinandergesetzt zu haben. Sie werden bald in Einrichtungen arbeiten, die zugleich Schutzraum und Spiegel der Gesellschaft sind – und in denen Vorurteile, Ausgrenzung und Desinformation nicht vor der Tür bleiben. Diese Spannung zwischen dem eigenen Werdegang, dem professionellen Auftrag und einer gesellschaftlich zunehmend polarisierten Realität bildet den Ausgangspunkt des Seminars.

In einer Zeit, in der demokratische Grundwerte unter Druck geraten und soziale Medien Meinungsbildung grundlegend verändern, werden drei drängende Herausforderungen pädagogischer Praxis aufgegriffen: Vorurteile und Diskriminierung als alltägliche Realität in pädagogischen Settings, kritischer Medienkonsum und der Umgang mit Fake News als Voraussetzung für eine souveräne Begleitung junger Menschen sowie die eigene demokratische Haltung als Grundlage pädagogischer Vorbildfunktion. Diese Themenfelder wurden als besonders relevant für die demokratische Handlungskompetenz angehender Pädagog*innen identifiziert.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung von Selbstreflexion und professioneller Rolle. Die Teilnehmenden erkunden zunächst die eigene Biographie, Wertehaltung und Mediennutzung – bevor sie diese Perspektive auf ihre künftige pädagogische Verantwortung erweitern. Sie lernen, diskriminierende Äußerungen sachlich zu benennen und zu begegnen, Medienbotschaften kritisch einzuordnen und demokratische Strukturen aktiv in pädagogischen Räumen zu gestalten. Dies ist besonders bedeutsam in einer Zielgruppe, die noch am Anfang ihrer Rollenfindung steht und deren pädagogische Haltung sich gerade erst herausbildet.

Durch praktische Übungen, Anti-Bias-Methoden, Simulationen und das Schimpfwörter-ABC als niedrigschwelliges, aber wirkungsvolles Instrument der Diskriminierungsreflexion werden die Teilnehmenden zu Gestalter*innen ihrer eigenen Lernprozesse. Sie erarbeiten, wie sie Vielfalt als Ressource begreifen, Ausgrenzung aktiv entgegenwirken und demokratische Prinzipien in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lebendig machen können. Die kreative Medienproduktion ermöglicht es den Teilnehmenden am Ende des Seminars, ihre neu gewonnenen Perspektiven sichtbar zu machen und praktische Konzepte zu entwickeln, die sie unmittelbar in ihren Berufsalltag mitnehmen können.

Anhand der Auseinandersetzung mit Werten, Sprache, Medien und pädagogischer Praxis entwickeln die Teilnehmenden konkrete Strategien für den Umgang mit Vorurteilen und Diskriminierung, für einen kritischen und kompetenten Umgang mit Medien und Desinformation sowie für eine demokratisch geprägte Beziehungsgestaltung mit Kindern, Jugendlichen und Kolleg*innen – stets mit dem Ziel, demokratische Verantwortung und pädagogischen Auftrag als zwei Seiten derselben Haltung zu verstehen und zu leben.

Details zum Seminarinhalt können dem Seminarprogramm entnommen werden.

Die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein ist anerkannter Bildungsträger der Bundeszentrale für politische Bildung.

Teilnahmebeitrag:
Der Teilnahmebeitrag beträgt je 80,- Euro.

Übernachtungszimmer:
Zur Übernachtung stehen Mehrbettzimmer zur Verfügung. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Bad ausgestattet.

Kontakt und Ansprechpartner:
Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein
Marc Rüdiger
Freienwalder Allee 8-10
16356 Werftpfuhl
Tel.: 033398 - 8999-25
E-mail: m.ruediger@kurt-loewenstein.de