„Fake Facts: Gesellschaft mit und nach der Pandemie“

05.09.2022 bis 09.09.2022

Seminar vom 05. bis 09. September 2022 für Auszubildende und Berufsschüler*innen aus Berlin und Brandenburg. Anmeldung ist jetzt möglich!

Teilnehmen können Jugendliche ab 16 Jahren. Auszubildende können die Seminare als Bildungszeit (früher Bildungsurlaub) beantragen. Wer mehr erfahren oder sich anmelden möchte, nimmt bitte Kontakt zu Bildungsreferent Marc Rüdiger auf: m.ruediger@kurt-loewenstein.de - Tel.: 033398-8999-25 - oder füllt das unten verlinkte Formular aus!

Worum geht es?

Die Auswirkungen des Coronavirus sind eine Zäsur für die Gesellschaft. In vielen Vergleichen wird die gezwungene Veränderung durch das Covid-19-Virus und die einhergehende Pandemie auch als eine Krisensituation beschrieben, in der die Welt einen Verarbeitungsprozess durchmacht. Sie gab und gibt die Möglichkeit, über die Strukturen, in denen wir leben, nachzudenken und zu überlegen, welche Veränderungen wir für unsere Gesellschaft sehen wollen. Für viele Menschen war der Lockdown eine Reflexionszeit, die sie bewog, z.T. neue Berufswege einzuschlagen. Für andere war es ein gezwungener Wechsel, da Entlassungen von geschlossenen Firmen und Einrichtungen in privaten und nicht subventionierten Bereichen erfolgten. Dadurch fielen Missstände in Anerkennung, Entlohnung und Wertschätzung in verschiedenen Bereichen des Lebens und (Arbeits-)Alltags auf. Gleichzeitig ist es eine harte Probe für die Informationsgesellschaft. Fake News und Verschwörungstheorien führen zur Verhärtung von Standpunkten, bei denen der medizinisch-wissenschaftlichen Vorgehensweise mit Sozialverzicht und Impfung mit pseudowissenschaftlichen Erzählungen und moralischen Vorwürfen geantwortet wird, die durch die Strukturen sozialer Medien aufrechterhalten werden.

Diese werden unterfüttert durch Interessen von Gruppen rechtspolitischer Gesinnung, bei denen sich demokratiefeindliche Tendenzen mit Verschwörungserzählungen und Impfverweigerung mischen. Angefeindet werden dabei meist Gruppen, die ohnehin Ziel gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind (z.B. jüdische, muslimische Personen oder andere Religionsgruppen, BiPoC* oder Sinti*zze und Rom*nja).

In den Seminaren wollen wir die Selbstreflexion junger Menschen anregen und ihnen helfen, verschiedene Aussagen und Argumente zu ordnen, mit ihnen über Grundwerte diskutieren, die für unsere demokratische Gesellschaft wichtig sind und dabei helfen, demokratiefeindliche Tendenzen wie Verschwörungstheorien in ihrem Alltag zu entlarven sowie auf konstruktivem Wege Kritik zu äußern, um für eine demokratische Gesellschaft einzutreten.

Details zum Seminarinhalt können dem Seminarprogramm entnommen werden.

Die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein ist anerkannter Bildungsträger der Bundeszentrale für politische Bildung.

Teilnahmebeitrag:
Der Teilnahmebeitrag beträgt je 95,- Euro.

Übernachtungszimmer:
Zur Übernachtung stehen Mehrbettzimmer zur Verfügung. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Bad ausgestattet.

Kontakt und Ansprechpartner:
Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein
Marc Rüdiger
Freienwalder Allee 8-10
16356 Werftpfuhl
Tel.: 033398 - 8999-25
E-mail: m.ruediger@kurt-loewenstein.de